Schloss Fallais, Burg in Braives, Belgien
Das Château de Fallais ist eine mittelalterliche Burg in Fallais, einem Dorf der Gemeinde Braives in der belgischen Provinz Lüttich. Sie hat einen rechteckigen Grundriss mit runden Ecktürmen und einem Wassergraben, der das Gebäude umgibt.
Die Burg geht auf das 13. Jahrhundert zurück und wurde von der Familie Beaufort errichtet. Im Jahr 1465 spielte sie eine wichtige Rolle, als hier die politischen Auseinandersetzungen zwischen dem Herzog von Burgund und der Stadt Lüttich ihren Lauf nahmen, was zu bewaffneten Konflikten in der Region führte.
Die Burg zeigt eine Mischung aus verschiedenen Baustilen, die mehrere Jahrhunderte der Wallonischen Architektur dokumentieren. Wer das Schloss von außen betrachtet, kann die unterschiedlichen Phasen des Umbaus an den verschiedenen Steinsorten und Bauweisen erkennen.
Das Schloss ist Privatbesitz und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, doch die Außenfassade und der Wassergraben sind von der Rue du Château aus gut zu sehen. Für einen Besuch des Geländes ist eine Voranmeldung erforderlich, und bei bestimmten Veranstaltungen, vor allem in den wärmeren Monaten, wird das Gelände für Führungen geöffnet.
Im Juni 1675 übernachtete Ludwig XIV. persönlich in der Burg, bevor er den Abriss zweier ihrer Türme anordnete. Die 1937 nach einem Brand im nördlichen Flügel durchgeführten Wiederaufbauarbeiten sind noch heute sichtbar und unterscheiden sich von den mittelalterlichen Steinabschnitten.
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