Jean-Félix Hap Garden, Geschützter Erbepark in Etterbeek, Belgien.
Der Jardin Jean-Félix Hap ist ein ummauerter Park von etwa einem Hektar und zwanzig Ar in Etterbeek, den man durch eine kleine Pforte in der Mauer an der chaussée de Wavre betritt. In seiner Mitte stehen die Reste eines Schlosses im flämischen Renaissancestil aus dem 16. Jahrhundert, heute eine Ruine neben einem natürlichen Teich, der von einer Quelle des Broebelaar gespeist wird. Die ehemalige Orangerie von um 1850, die auch als Stall und Künstlerwerkstatt diente, und ein kleiner verglaster Kiosk stehen auf dem Gelände, dessen Rasen Kastanien, Pappeln, Ahorne, Catalpas und einen als bemerkenswerten Baum eingestuften Virginischen Tulpenbaum trägt.
Albert Joseph Hap erwarb das Grundstück 1804, das damals ein Schloss im flämisch-Renaissance-Stil aus dem 16. Jahrhundert und einen von der Broebelaer-Bach gespeisten Teich umfasste. Die beiden Strukturen prägen bis heute das Erscheinungsbild des Geländes.
Die Wandmalereien von Edouard Navez (1840–1910) schmücken den privaten Wohnbereich im linken Flügel des neoklassizistischen Hauses in der Chaussée de Wavre 508, nicht einen Speisesaal. Sie zeigen Etterbeeker Ansichten wie die Sainte-Gertrude-Kirche und die Mühle der Chasse royale und blieben bei den Umbauten von 1905 durch den Architekten G. Thoelen unangetastet.
Der Garten liegt versteckt im Inneren des Häuserblocks; man betritt ihn durch eine kleine Tür in der Mauer an der Chaussée de Wavre, weitere Zugänge liegen an der Rue Louis Hap und der Avenue d'Auderghem 191. Die niederländischsprachige Bibliothek von Etterbeek nimmt eine Seite des Parks ein, ihr Eingang liegt an der Avenue d'Auderghem.
Die 2004 entlang der Avenue d'Auderghem angelegte Erweiterung ist ein halbnatürlicher Lehrbereich, der zeigt, wie ein Stadtgarten einheimische Flora und Fauna beherbergen kann: eine Trocken- und eine Feuchtzone, Hecken und Bodendecker, Holzhaufen. Sie ermöglichte einen zweiten Zugang zum Garten.
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