Leopold-Kanal, Entwässerungskanal in Flandern, Belgien.
Der Leopoldkanal ist ein Entwässerungskanal in Flandern, der sich über etwa 46 Kilometer von Boekhoute bis zur Nordsee in der Nähe des Hafens von Zeebrugge erstreckt. Seine Tiefe variiert zwischen 1,2 und 2,3 Metern und ermöglicht die Wasserbewirtschaftung in der flachen Region.
Der Kanal wurde nach 1847 gebaut, nachdem Kanonikus Joseph Andries seine Konstruktion vorgeschlagen hatte, um die Kontrolle der Wasserableitung durch die Niederlande nach Belgiens Unabhängigkeit zu verhindern. Das Projekt war eine Antwort auf politische und geografische Herausforderungen der neu gegründeten Nation.
Der Kanal ist unter verschiedenen Flamen-Namen wie Leopoldvaart bekannt, die das sprachliche Erbe der westflämischen Gemeinden widerspiegeln.
Das Gebiet kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden, da es entlang des Kanals gepflegte Wege gibt. Die beste Zeit für einen Besuch ist von Mai bis September, wenn das Wetter stabil ist und die Vegetation am üppigsten wirkt.
Während des Zweiten Weltkriegs diente der Kanal als Verteidigungslinie in der Schlacht an der Schelde, wo deutsche Truppen ihre Widerstandspositionen aufbauten. Diese Rolle als militärische Grenze ist heute noch an einigen Orten sichtbar.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.