Waterburcht van Millen, Burg in Millen, Riemst, Belgien
Die Waterburcht van Millen steht an der Kattestraat als quadratische Wasserburg, von der nur der Ost- und der Westflügel erhalten sind, verbunden durch eine niedrige Brücke und einen Geländersteg. Der Ostflügel bewahrt einen linken Turm aus Mergelstein aus dem 14. Jahrhundert mit gotischem Gewölbe; darüber mischt die Giebelwand roten Backstein mit Bändern aus hellem Stein und zwei hohen vergitterten Fenstern.
Die Burg wird erstmals 1366 erwähnt und war das Zentrum der Herrschaft Millen. Sie wechselte mehrfach die Besitzer unter verschiedenen Adelsfamilien.
Der Name Millen stammt von Milina, der Herrschaft, deren Zentrum die Burg war. Heute beherbergt die Anlage ein Museum, das das Adelsleben des 16. und 17. Jahrhunderts nachbildet, und dient als Ausgangspunkt für Radrouten zum befestigten Erbe der Euregio. Ein Touristencafé ist im Gebäude untergebracht.
Das Gebäude beherbergt heute eine Brasserie, in der regionale Produkte serviert werden, mit einer großzügigen Terrasse zum Entspannen. Besucher können nach ihrer Erkundung der Räume hier essen und trinken.
1811 kaufte Baron de Blisia die Burg und ließ große Teile abreißen, darunter den Bergfried und den Südwestturm; nur der Ost- und der Westflügel blieben erhalten und dienten als Bauernhof, bis die Gemeinde die Reste 1972 kaufte und restaurierte.
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