Fort van Oelegem, Militärfort in Ranst, Belgien
Das Fort van Oelegem ist ein Fort erster Ordnung der äußeren Antwerpener Linie, aus unbewehrtem Beton auf trapezförmigem Grundriss von rund 20 Hektar errichtet und von einem 40 bis 50 m breiten Graben umgeben. Die verwitterte graue Fassade zeigt einen hohen Rundbogeneingang, flankiert von zwei vertieften Nischen mit je einer kleinen quadratischen Öffnung, dazu eine Flachdachplatte und ein niedriges Geländer am Fuß.
Der Bau des Forts wurde am 27. Februar 1909 im Rahmen der Hoofdweerstandstelling, der Hauptwiderstandslinie des Antwerpener Festungsgürtels, vergeben und sollte bis zum 1. Juli 1912 abgeschlossen sein. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs war es noch weit von der Einsatzbereitschaft entfernt und hatte keine Munition. Am 5. Oktober 1914 feuerte es seine ersten Schüsse auf das Fort Kessel und kapitulierte mit Antwerpen am 10. Oktober 1914.
Das Fort trägt den Namen des Dorfes Oelegem in der Gemeinde Ranst. Betreut wird es von der Arbeitsgruppe Fort Oelegem von Natuur2000, die Fledermausabende und einen Tag der offenen Tür am letzten Sonntag im April veranstaltet.
Das Fort ist an einigen Tagen im Sommer, an Fledermausabenden und nach Vereinbarung geöffnet; der jährliche Tag der offenen Tür findet am letzten Sonntag im April statt. Betreut wird die Anlage von der Arbeitsgruppe WGFO von Natuur2000. Die Besuche sind geführt, das Gelände ist uneben.
Seit 2014 ist das Fort van Oelegem das größte Fledermaus-Winterquartier Flanderns. Zählungen Anfang 2019 ergaben rund 1.500 Tiere aus etwa zehn Arten; für die Fransenfledermaus (franjestaart) ist es seit Jahren das wichtigste Überwinterungsquartier. Das Fort ist in Privatbesitz und wird von der Arbeitsgruppe WGFO von Natuur2000 betreut.
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