Halle aux viandes, Renaissance-Markthalle in Féronstrée et Hors-Château, Belgien
Die Halle aux viandes ist ein Marktgebäude in der Altstadt von Lüttich, das an der Kreuzung mehrerer Straßen steht und symmetrische Fassaden im Renaissancestil aufweist. Im Inneren bietet der Raum eine offene Struktur mit Pfeilern und Bögen, die das Licht durchlassen und traditionell für den Verkauf von Fleischprodukten genutzt wurde.
Eine Fleischhalle, die Mangelonie, wird bereits 1213 zwischen dem Lütticher Rathaus und der Lambertuskathedrale an der Stelle der heutigen rue Léopold erwähnt. Nach der Zerstörung durch den Plünderungszug Karls des Kühnen wurde sie 1546 in Vesquecour, dem Gerichtshof des Bischofs, im Lütticher Renaissancestil neu errichtet.
Der Name Vesquecour, „Bischofshof“, erinnert daran, dass der Bischof an dieser Stelle Recht sprach, bevor die Halle 1546 hier neu errichtet wurde. Seit Mai 2016 beherbergt das Gebäude die wichtigste Touristeninformation der Stadt, nach dem Zusammenschluss des Tourismusbüros des Landes Lüttich mit dem Fremdenverkehrsamt von Lüttich.
Das Gebäude beherbergt heute das Fremdenverkehrsamt von Lüttich, das Besuchern Informationen und Karten zur Orientierung in der Stadt anbietet. Es ist leicht zu Fuß erreichbar und liegt zentral gelegen, sodass es ein guter Ausgangspunkt ist, um die Altstadt zu erkunden.
Das Gebäude wurde in den 1990er Jahren grundlegend saniert, wobei seine ursprünglichen Renaissancemerkmale sorgfältig bewahrt wurden. Diese Wiederherstellung machte es zu einem Beispiel dafür, wie historische Strukturen modern genutzt werden können, ohne dabei ihr Aussehen zu verändern.
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