Doel, Historisches Dorf am Schelde-Fluss in Beveren, Belgien.
Doel ist ein Dorf auf dem linken Scheldeufer in Beveren, nahe der niederländischen Grenze in Ostflandern. Die Siedlung erstreckt sich über flaches Gelände auf etwa zwei Metern Höhe und besteht aus Ziegelbauten entlang schmaler Straßen, die zum Fluss hinabführen.
Die Siedlung erscheint erstmals 1267 in Urkunden als De Doolen, zu einer Zeit, als die sumpfige Ebene zur Torfgewinnung genutzt wurde. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einer wichtigen Stätte für den Torfabbau, bevor später Deiche und Kanäle das Wasser aus den Feldern leiteten.
Der belgische Name leitet sich vom altniederländischen Begriff für Sumpfniederung ab und verweist auf die Landschaft vor der Trockenlegung. Besucher sehen heute eine ruhige Siedlung mit leeren Häusern, deren Fassaden von Wandmalereien bedeckt sind, die von Menschen aus ganz Europa geschaffen wurden.
Das Dorf lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, wobei viele Gebäude leer stehen. Besucher sollten beachten, dass die Infrastruktur begrenzt ist und die meisten Häuser nicht bewohnt sind, was der Gegend eine besondere Atmosphäre verleiht.
Die wenigen verbliebenen Einwohner leben inmitten von Graffiti-Fassaden, die internationale Künstler über Jahrzehnte hinweg geschaffen haben. Die leeren Häuser zeigen Motive, die vom abstrakten Wandbild bis zur Porträtmalerei reichen und das Dorf in eine Art Freilichtgalerie verwandelt haben.
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