Tunnel de la Bête Refaite, Kanaltunnel und Schutzgebiet in Chapelle-lez-Herlaimont, Belgien.
Der Tunnel de la Bête Refaite ist ein 1267 Meter langer Tunnelabschnitt unter einem Wasserscheidenkamm, der die Regionen von Brüssel und Charleroi miteinander verbindet. Der Eingang bei Godarville zeigt noch originale Architekturmerkmale, während der Eingang bei Seneffe nur noch aus Mauerwerksresten besteht.
Der Tunnel wurde zwischen 1827 und 1832 unter der Leitung von Architekt Jean-Baptiste Vifquain gebaut, um den Durchgang von Holzbooten mit bis zu 70 Tonnen Kapazität zu ermöglichen. Seine Entstehung gehört zur Zeit des industriellen Wachstums der Region und der Entwicklung des Binnenwasserverkehrs.
Der Name des Tunnels stammt von einem Gasthaus in der Nähe, in dem Postkutschenpferde während ihrer Fahrten zwischen Courcelles und Nivelles Rast machten. Dieser historische Ort erinnert an die Verkehrswege, die einst die Region durchzogen.
Der Zugang zum Tunnel ist über zwei Eingänge möglich, wobei die Zugänglichkeit und der Zustand der einzelnen Eingänge unterschiedlich sind. Besucher sollten mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen und möglichen feuchten Bedingungen im Inneren rechnen.
Das Bauwerk beherbergt heute zwei Fledermausarten - die Kleine Hufeisennase und die Große Bartfledermaus - und verfügt über Schutzgitter an beiden Eingängen. Diese Umwandlung zeigt, wie ein historisches Ingenieurwerk zu einem modernen Naturschutzprojekt geworden ist.
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