Ursuline convent in Liège, Religiöses Kloster in Lüttich, Belgien
Das Ursulines-Konvent in Liège ist ein Klostergebäude mit U-förmigem Grundriss, das einen geschlossenen Innenhof mit Backsteinmauern und Kalksteinelementen umgibt und sich im Zentrum der Stadt erhebt. Die Anlage wurde restauriert und beherbergt heute ein Antiquitätengeschäft, eine Restaurierungswerkstatt, sieben Wohnungen und mehrere Büroflächen.
Das Gebäude entstand Anfang des 16. Jahrhunderts als Haus und Brauerei von Gérard Ghyssens und wurde 1627 in ein Kloster umgewandelt. Es spielte diese religiöse Rolle mehrere Jahrhunderte lang, bevor es später andere Funktionen übernahm.
Das Gebäude zeigt die Baustile der Maas-Renaissance mit seiner Mischung aus traditionellen Materialien und lokalen Konstruktionstechniken. Die Backstein- und Kalksteinfassaden prägen das Straßenbild und zeugen von handwerklichen Traditionen, die in der Region seit Jahrhunderten verankert sind.
Das restaurierte Gebäude ist heute hauptsächlich ein Ort mit Gewerbe- und Wohnflächen, daher ist ein Besuch innerhalb der öffnungszeiten einzelner Geschäfte oder Workshops möglich. Besucher sollten beachten, dass nicht alle Bereiche frei zugänglich sind, da sich dort private Wohnungen befinden.
Nach der Zeit als religiöse Stätte erlebte das Gebäude ein vielfältiges Leben als Polizeiwache, Getreidemarkt und Feuerwehrstation, bevor es 1978 diese Funktionen aufgab. Diese unerwarteten Zweitleben zeigen, wie flexibel historische Gebäude umgenutzt werden können, um lokale Bedürfnisse zu erfüllen.
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