Naulette, Paläolithische Höhle in Dinant, Belgien
Die Naulette-Hohle liegt am linken Ufer der Lesse etwa 25 Meter uber dem Wasserspiegel und erstreckt sich etwa 30 Meter tief in die Kalksteinfelsen. Ihr Inneres zeigt mehrere Meter dicke Schichten aus Sedimenten, Stalagmiten und Tierknochen, die von einer langen Besiedlungsgeschichte sprechen.
Ein belgischer Palaeontologe entdeckte 1866 einen Unterkiefer und einen unvollstaendigen Knochen aus der Neandertalerzeit an diesem Ort. Diese Funde gelten als fruehe Belege fuer die Praesenz dieser Menschenart in Westeuropa waehrend der Eiszeit.
Die Höhle war über Jahrtausende hinweg ein Ort, an dem Menschen Schutz suchten und ihre Spuren hinterließen. Besucher können heute sehen, wie die verschiedenen Schichten am Boden und an den Wänden von unterschiedlichen Epochen berichten.
Der Zugang erfolgt uber einen aus dem 19. Jahrhundert stammenden Explorationsstollen, der mit Nischen zur Lampenablage ausgestattet ist. Besucher sollten auf unebenes Gelande und feuchte Bedingungen im Inneren vorbereitet sein.
Die Ausgrabungen offenbarten Tierknochen, die von Jagdpraktiken und Speisegewohnheiten frueherer Bewohner berichten. Diese Reste zeigen, welche Tiere in dieser Region waehrend der Eiszeit lebten und von Menschen gejagt wurden.
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