Aiguilles de Chaleux, Felsformation in Houyet, Belgien.
Die Aiguilles de Chaleux sind Kalksteinfelsformationen entlang der Lesse mit senkrechten Wänden und Steinpfeilern in Grautönen. Die natürliche Struktur entstand durch jahrmillionenlange Erosion und prägt das Landschaftsbild dieses Teils Walloniens.
Die Erosion legte den Felsmassiv frei und brachte die Nadeln und besonders die Roche à la Chandelle zum Vorschein. Seit 1929 wird dort geklettert, als Xavier de Grunne die Chandelle erstmals bestieg; König Albert I., sein Sohn Leopold III. und Königin Astrid kletterten in den 1930er Jahren dort. 1943 stürzte Haroun Tazieff beim Klettern an der Chandelle spektakulär ab, die wegen ihrer Instabilität heute gesperrt ist. Die Stätte wurde durch Erlasse vom 4. April 1939 und 29. Oktober 1981 unter Schutz gestellt und steht seit 2009 auf der Liste des außergewöhnlichen Erbes der Wallonischen Region.
Der Name „Aiguilles“ stammt von den nadelförmigen Kalkfelsen des Condroz, die schmale Grate wie den Le Chanbiru bilden. Der Strand gegenüber den Felsen ist ein Halt bei der Kajakfahrt auf der Lesse, und der Gipfel des Talkessels von Chaleux auf 210 m ist zu Fuß von Furfooz erreichbar.
Besucher können auf gekennzeichneten Wegen die Felsformationen beobachten, wobei einige Bereiche aus Sicherheitsgründen gesperrt sind. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen und die Wege nicht zu verlassen, besonders bei feuchtem Wetter.
La Chandelle ist eine nur 80 cm dicke Felsscheibe mit zwei ebenen, parallelen Flächen und zwei Kanten, die 20 m über den Boden aufragt; eine Fläche ist leicht überhängend. Xavier de Grunne, Generalsekretär des Belgischen Alpenvereins, bestieg sie 1929 als Erster, im Jahr des Beginns des Kletterns am Fels. Haroun Tazieff stürzte 1943 von ihr ab; das Besteigen ist wegen der Instabilität des Felsens heute verboten.
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