Tour de Villers, Mittelalterlicher Wehrturm im Zentrumsviertel, Belgien
Der Villersturm ist ein halbrunder Turm aus Sandsteinbruchstein; seine dickere untere Zone aus teils eisenhaltigen Sandsteinblöcken war das Fundament und liegt heute über dem Boden. Die Außenseite zeigt zwei Ebenen von Schießscharten und eine Zinnenbrüstung, deren Zinnen je eine kleine Schlitzscharte haben. Daneben sind an der Villers-Mauer die freigelegten, mit Ziegeln vermauerten Fundamentbögen und die zugemauerten Fenster der einst angebauten Häuser zu sehen.
Der Turm und seine Mauer gehören zur ersten Stadtmauer Brüssels, die im 13. Jahrhundert unter Herzog Heinrich I. von Brabant errichtet wurde. Mit der Zeit wurden sie in Privatgebäude integriert und 1893 in einem Kabarett wiederentdeckt. Anfang der 1960er Jahre wurden die Häuser abgerissen, danach restaurierte der Architekt Jean Rombaux den Turm und rekonstruierte Plattform und Schießscharten. Am 30. März 1962 wurde er unter Denkmalschutz gestellt.
Der Turm heißt auch Cellebroerstoren und ursprünglich Sint-Jacobstoren, nach dem heiligen Jakobus. 1893 wurden Turm und Mauer in einem Kabarett „entdeckt“, das sie umschlossen hatte; am unteren Mauerwerk sind noch zugemauerte Fundamentbögen aus Ziegel und die vermauerten Fenster einst angebauter Häuser zu sehen.
Der Turm zeigt sich von zwei Seiten: die Außenseite vom Hof des Sint-Jorisinstituut in der Rue des Alexiens 16, die Innenseite von der Rue de Villers. Beides sind Blicke von der Straße; der Turm ist nicht zu besteigen. Die angrenzende Kurtine stürzte im November 2018 auf 20 Metern ein und wird mit ihren Originalsteinen wieder aufgebaut.
1893 wurden Turm und Mauer in einem Cabaret „entdeckt“, nachdem sie über die Jahrhunderte vollständig in die Nachbargebäude integriert worden waren. Der Turm entging dem Einsturz des angrenzenden 20 Meter langen Mauerabschnitts in der Nacht vom 17. auf den 18. November 2018, der durch Bauarbeiten im Hof der Sint-Joris-Schule verursacht wurde.
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