Kartause St. Johannes der Täufer, Zelem, Kartäuser-Kloster und historische Stätte in Zelem, Belgien
Sint-Jansbergklooster Zelem ist ein ehemaliges Kartäuserkloster auf dem Sint-Jansberg. Die ummauerte Anlage hat ein Torhaus von 1647 aus Backstein mit Bändern aus Eisensandstein, das heute Wohnungen enthält, und einen langen weiß verputzten Flügel mit steilem dunklem Dach und Dachgauben. Zwischen den Gebäuden erhebt sich ein schlanker dunkler Turmhelm, und im Obstgarten davor steht die Tutterkapelle aus dem 17. Jahrhundert.
Das Kloster wurde 1328 von Gérard van Diest, Burggraf von Antwerpen, und seiner zweiten Frau Johanna van Vlaanderen gestiftet, auf Wunsch seiner ersten, 1325 verstorbenen Frau Maria van Loon. Der erste Prior Jan van Meldert begann 1329 mit dem Bau. 1583 brannten Truppen Wilhelms von Oranien das Haus nieder; am 14. September 1796 vertrieben die Armeen der Französischen Republik die Mönche.
Das Kloster war ein Ort des Lernens und der handschriftlichen Arbeit, wo Mönche Bücher kopierten und theologische Texte verfassten. Diese intellektuelle Tätigkeit prägte das Leben hier über Jahrhunderte und hinterließ Spuren in der Art, wie die Räume noch heute organisiert sind.
Kloster und Anlage sind Privatgelände; die Säle und der Park stehen nicht für gewöhnliche Besucher offen, der Zugang wird für Firmen- und Privatfeiern organisiert. Die ummauerte Anlage liegt im offenen Land auf dem Sint-Jansberg, davor der Obstgarten und die Tutterkapelle aus dem 17. Jahrhundert. Das Torhaus von 1647 enthält heute Wohnungen.
Die Kapelle im Obstgarten gegenüber dem Kloster, Onze-Lieve-Vrouw-ten-Onrustkapel, heißt im Volksmund Tutterkapel und wurde 1984 restauriert. Die wichtigsten Teile des Klosters stehen seit dem 1. März 1978 als Monument unter Schutz, erfasst im flämischen Denkmalinventar unter der Referenz 21812.
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