Beringen coal preparation plant, Kohleverarbeitungsanlage in Beringen, Belgien
Die Kohleverarbeitungsanlage in Beringen ist ein imposantes Bauwerk aus zehn Geschossen mit Stahlkonstruktionen, Backsteinmauern und Glasfassaden. Die Anlage ist mit Eisenbahngleisen verbunden, die für den effizienten Transport und das Beladen von Kohle konzipiert wurden.
Die Anlage nahm im September 1924 ihren Betrieb auf und wurde schnell zum Zentrum der belgischen Kohlewirtschaft. Sie spielte eine wesentliche Rolle in der Industrialisierung der Region über Jahrzehnte hinweg.
Der niederländische Name Kolenwasserij bezeichnet das Waschen der geförderten Kohle, um sie vom tauben Gestein zu trennen – die Hauptaufgabe der Anlage über Tage. Zwei international nominierte Fotografen wählten sie als Motiv: Danny Veys zeigte „Triage de Beeringen“ 2008 in der COALFACE-Galerie, Jonny Vekemans stellte „Het licht is uit“ 2013 in Iwamizawa, Japan, aus.
Die Anlage ist heute Teil des Bergbaumuseums und kann von außen besichtigt werden, um ihre industrielle Architektur zu bewundern. Es ist am besten, bei Tageslicht zu besuchen, um die Details der Konstruktion und die Verbindung zu den Eisenbahnstrecken vollständig zu würdigen.
Das zehnstöckige Metallgerüst steht auf Pfählen über Gleisen, sodass die Kohle direkt in die Waggons darunter verladen werden konnte. Die Fassaden wechseln zwei Glasachsen mit einer Backsteinachse ab. Im ERIH-Netz besitzen nur Zollverein in Essen und Blegny in Wallonien ebenfalls eine erhaltene Kohlenwäsche.
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