Kasteel de Lovie, Schloss in Proven, Poperinge, Belgien
Kasteel de Lovie ist ein breites Herrenhaus aus hellem grauem Stein und Ziegel, das 1856 vom Kortrijker Architekten Pierre Nicolas Croquison für Jules van Merris aus Poperinge erbaut wurde. Die symmetrische Fassade zeigt Reihen hoher rechteckiger Fenster mit hellen Umrahmungen, einen vorspringenden Mittelrisalit, der unter einem steilen dunklen Dach über die Traufe hinausragt, niedrigere Seitenflügel, einen kleinen Eckturm links und einige Bogenöffnungen im Erdgeschoss. Eine niedrige Mauer mit kurzen Pfeilern und ein grünes Maschendrahtgitter stehen vor dem Haus, davor kahle Bäume.
Das Schloss entstand 1856 im Auftrag von Jules van Merris und wurde vom Architekten Pierre Nicolas Croquison gestaltet. Während des Ersten Weltkriegs diente das Gebäude als Kommandozentrale für Militäroperationen in der Region.
Das Anwesen trägt den Namen der Familie De Lovie, die das Land vor dem Schlossbau besaß. Jules van Merris, Schöffe von Poperinge, ließ es 1856 errichten; nach seinem Tod 1899 ging es 1912 bei einer öffentlichen Versteigerung an Graf Joseph de Brouchoven de Bergeyck. Seit 1929 gehört es der Provinz Westflandern.
Das Schloss steht in Proven, einem Dorf der Gemeinde Poperinge, und die Sixtuswälder umgeben das Gut De Lovie. Das Gebäude gehört heute dem Zentrum De Lovie, das Menschen mit geistiger Behinderung begleitet; Besuche betreffen daher eher die Umgebung und das Äußere als das Innere.
Königin Elisabeth besuchte am 17. Juli 1932 das im Schloss untergebrachte Sanatorium Sankt Idesbald, als die Provinz Westflandern das Anwesen als Pflegeeinrichtung betrieb.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.623 Mitwirkenden weltweit.