Kasteel Printhagen, Renaissanceschlossanlage in Kortessem, Belgien.
Kasteel Printhagen ist ein Backsteinschloss beim Weiler Herbroek in Kortessem, errichtet um einen quadratischen Wohnturm unter hohem Zeltdach im Stil der Maasländischen Renaissance, dessen Kern aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts stammt. Der Backstein ist mit Mergelstein verarbeitet, Eingangstor, Treppenhaus und Stuckarbeiten stammen von etwa 1760. An das Schloss ist ein Hof mit Wirtschaftsgebäuden des 18. und 19. Jahrhunderts angebaut, darunter ein Taubenschlag.
Die Anlage erscheint erstmals in Dokumenten aus dem 13. Jahrhundert als Besitz der Familie van Houte und van Printhagen. Sie wurde später als Herrensitz ausgebaut und entwickelt sich zu einem bedeutenden lokalen Anwesen.
Im Inneren finden sich Stuckaturen und Marmorkamine, die den Einfluss der Lütticher Rokokozeit widerspiegeln. Die Räume zeigen handwerkliche Details aus dem späten 18. Jahrhundert, die noch heute sichtbar sind.
Der Komplex liegt in einer Landschafts- und Parkanlage, die sich nach Südwesten erstreckt und mit Pfeilersteinen und einem Eisentor eingegrenzt wird. Besucher sollten Zeit für die Erkundung der Außenanlagen einplanen.
Das Schloss war zunächst eine kleine freie Herrschaft: 1273 werden Raso van Houte und Willem van Printhagen in einer Urkunde als Blutsbrüder genannt. Raso starb kinderlos, das Gut ging an Willems Sohn Gerardus van Printhagen über, und seither trägt das Schloss den Namen Printhagen. 1276 wandelte der Herr von Horne das Lehen in Eigentum um.
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