Église Notre-Dame de la Visitation de Villers-la-Ville, Romanische Kirche in Villers-la-Ville, Belgien.
Die Église Notre-Dame de la Visitation besteht aus Schieferbruchsteinmauerwerk und Schieferdächern; ihr romanischer quadratischer Turm mit einem Meter dicken Mauern steht an der Westfassade. An seiner Südseite sitzt ein Türmchen mit Kegeldach, das im 20. Jahrhundert hinzugefügt wurde. Die neuromanische Südfassade zeigt eine Vorhalle mit Blausteinbogen, drei Rundbogenfenster und ein Steinkreuz am Giebel. Die halbrunde Apsis weist nach Norden zur Rue Jules Tarlier.
Die Kirche steht auf Grundmauern aus dem 13. Jahrhundert, doch ihr charakteristischer romanischer Turm entstand bereits zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert. Dieser frühe Turm ist eines der ältesten Strukturelemente und zeigt die lange Baugeschichte dieses Ortes.
Das Grabmal aus blauem Stein für François und Hélène de Marbais und ihre Tochter Jeanne, datiert 1610, ist vier Meter hoch und zwei Meter breit und wurde 1946 in die neue Kirche versetzt; der Verstorbene kniet zwischen vier Wappen unter dem Wahlspruch Hodie Mihi, Cras Tibi. Mit Jeannes Tod 1610 ging die Herrschaft Marbais an Jean t'Serclaes, Graf von Tilly, über. Erhalten sind zwei Holzretabel: die Geburt Christi (drittes Viertel des 15. Jahrhunderts) und Notre-Dame (Mitte des 16. Jahrhunderts).
Der Haupteingang ist das klassizistische Portal aus blauem Stein von 1825 in der Westwand des Turms, auf der Seite der Rue de Sart; der Chor liegt zur Rue Jules Tarlier. Da das Schiff 1925 wiederaufgebaut wurde, ist der Innenraum neoromanisch. Links neben der Kirche steht eine Nachbildung der Lourdesgrotte.
Der Chor liegt im Norden zur Rue Jules Tarlier, die Hauptfassade im Süden zur Rue de Sart, sodass die Apsis nicht wie üblich nach Osten weist. Die halbrunde Apsis ist durch einen gut einen Meter über dem Boden liegenden Absatz in zwei Register geteilt und besitzt zwei Rundbogenfenster mit Gewänden aus Schiefer und Fensterbänken aus Blaustein.
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