Kasteeldomein Blauwhuis, Geschütztes Monument und Anwesen in Izegem, Belgien.
Das Kasteeldomein Blauwhuis ist ein geschütztes Gutsgebäude mit einem neoklassizistischen Haupthaus, das sich über mehrere Hektar erstreckt und sorgfältig erhaltene Räume für Empfänge aufweist. Die Anlage wird heute als Restaurant und Veranstaltungsort genutzt, wobei die umliegenden Gärten und Wege für Besucher zugänglich sind.
Das Gut wurde erstmals 1544 als Pachtbauernhof der Herrschaft Schiervelde erwähnt und Ende des 17. Jahrhunderts von Judocus Francois van Huerne in ein Sommerhaus umgewandelt. Zwischen 1746 und 1776 ließ Aybert van Huerne ein neues Schloss mit Gärten und Teichen errichten, darunter eine chinesische Brücke von 1746. Nach Schäden durch französische Truppen 1794 machte die Familie Gillès de Pélichy, seit 1872 Eigentümerin, das Schloss zwischen 1878 und 1883 dauerhaft bewohnbar.
Die neugotischen Buntglasfenster der Kapelle zeigen die Schutzpatrone, deren Namen Alexander Gillès de Pélichy und Savina van Caloen ihren Kindern gaben. Sie stammen aus dem Umbau von 1878–1883, als das Paar das Schloss dauerhaft bewohnbar machte.
Das Gelände ist seit 2017 für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet sowohl Speise- als auch Veranstaltungsmöglichkeiten an. Besucher sollten im Voraus prüfen, ob spezielle Bereiche verfügbar sind, da das Grundstück häufig für private Funktionen genutzt wird.
Der Name Blauwhuis, erstmals 1544 als Blauwhuis oder Blauwpoorte belegt, verweist auf die blaue Farbe des Schieferdachs des ursprünglichen Hofs. Das heutige Dach ist dunkelgrau; der Name bewahrt also ein Detail des früheren Baus, das Besucher nicht mehr sehen können.
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