Museum Vieille Montagne, Bergbaumuseum in Kelmis, Belgien.
Das Museum Vieille Montagne befindet sich in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude und präsentiert Ausstellungen zur Zinkproduktion und industriellen Entwicklung der Region. Das Gebäude zeigt durch seine Sammlungen die Geschichte der Metallgewinnung und deren Bedeutung für die lokale Wirtschaft.
Zinkspat wurde hier spätestens ab 1344 im Tagebau gefördert, und das Gelände lag in der 1884 stillgelegten Grube. 1806 kaufte der Chemiker Jean-Jacques Dony die Minen und begann den professionellen Abbau; nach seiner Insolvenz 1819 übernahm François-Dominique Mosselman und gründete 1837 die Vieille-Montagne. Das Museum eröffnete am 14. September 2018 im ehemaligen Direktionsgebäude von 1910.
Der Name des Museums stammt von der Zinkgesellschaft Vieille-Montagne, deren ehemaliges Direktionsgebäude es nutzt. Die Ausstellung zeichnet die europaweite Expansion des Unternehmens und seine Produktpalette nach, von Eimern und Waschbrettern bis zu Dachrinnen und Gebäudeornamenten. Ein Raum zu Neutral-Moresnet zeigt dessen Steuer- und Zollprivilegien, die Schmuggelproblematik und den Plan des Betriebsarztes Wilhelm Molly, Esperanto zur Amtssprache zu machen.
Das Museum nutzt das ehemalige Direktionsgebäude von Vieille-Montagne; auch der benachbarte frühere Bahnhof Kelmis gehört dazu. Vor der Wiedereröffnung 2018 wurde das Gebäude umfassend barrierefrei saniert. Die Beschilderung ist deutsch und französisch; tragbare Geräte bieten dieselben Texte auf Niederländisch und Englisch, die Animationen laufen in allen vier Sprachen.
Das Museum nutzt das ehemalige Direktionsgebäude der Zinkgesellschaft Vieille-Montagne, erbaut 1910 mit einem Dach ganz aus Zink. Es liegt an der Straße von Lüttich nach Aachen, die im 18. Jahrhundert quer durch den Tagebau angelegt wurde.
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