Watermolen van Tielen, Geschützte Wassermühle in Tielen, Belgien
Die Watermolen van Tielen ist eine Backsteinwassermühle an der Aa in der Watermolenstraat 6 in Tielen, Gemeinde Kasterlee. Das steile Dach aus roten Ziegeln trägt zwei Reihen grün gerahmter Gauben, fünf unten und vier oben mit einem Dachfenster dazwischen. Im höheren rechten Teil sitzt ein großes schwarzes Wasserrad in einer weiß gestrichenen Nische.
Eine Wassermühle an der Aa wird erstmals am 24. November 1428 erwähnt, als Catherina de Papen, Ehefrau von Daniël van Ranst, im Lehenbuch von Johann III. von Brabant erscheint. Die Mühle stürzte 1565 bei starkem Eisgang auf der Aa ein, und das heutige Gebäude wurde 1681 errichtet. Sie blieb bis 1918 Teil des Erbes der Herren von Tielen, als sie erstmals an Fik Dionys verkauft wurde.
Die Mühle gehörte den Herren von Tielen, die eine Steuer auf die Wasserkraft erhoben und die Bauern des Dorfes verpflichteten, ihr Getreide hier zu mahlen. Der Herr setzte den Müller ein, der die Mühle als Knecht oder Pächter betrieb und einen Teil des Getreides als Steuer in den Sack des Herrn schütten musste. Bis 1918 blieb die Mühle mit dem Schloss von Tielen verbunden, dann wurde sie erstmals an Fik Dionys verkauft; sein Sohn Louis Dionys war der letzte Müller.
Das Mühlengebäude liegt an der Watermolenstraat und ist von außen zugänglich, obwohl der Innenzugang begrenzt sein kann. Besucher sollten die feuchten Bedingungen rund um das Flusswerk beachten und festes Schuhwerk tragen.
Bis 1918 gehörte die Mühle zum Schloss von Tielen und zum Erbe der Herren von Tielen; dann wurden Mühle, Wohnhaus, Pferdestall und Backhaus erstmals an Fik Dionys verkauft. Sein Sohn Louis Dionys war der letzte Müller. 1943 wurde das hölzerne Rad durch ein metallenes ersetzt.
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