Hôtel des chemins de fer, Eisenbahnverwaltungsgebäude nahe dem Südbahnhof, Charleroi, Belgien
Das Hôtel des chemins de fer ist ein modernes Bürogebäude mit drei Geschossen neben dem Südbahnhof in Charleroi. Die Struktur zeigt Backsteinwände, Betonelemente und horizontale Fensterreihen, die sich über die gesamte Fassade erstrecken, mit einem zentralen Körper und zwei seitlichen niedrigeren Flügeln.
Das Gebäude wurde 1933 als Eisenbahn-Logistikzentrum mit Unterstützung des Ingenieurs Paul Nouille und des Architekten Henry Van de Velde errichtet. Seine Entstehung fiel in eine Zeit, als Belgien seine Eisenbahn-Infrastruktur modernisierte und neue spezialisierte Gebäude für den Betrieb benötigte.
Die Struktur stellt ein bedeutendes Beispiel belgischer modernistischer Architektur dar, die funktionales Design mit industriellen Infrastrukturanforderungen der 1930er Jahre verbindet.
Das Gebäude ist vom Südbahnhof aus leicht zu erreichen und liegt in einem zentralen Bereich der Stadt. Der Zugang ist möglich für Besucher, wobei das Innere nun für Wohnzwecke umgebaut ist und die Öffentlichkeit normalerweise nicht zutritt hat.
2021 wurde das Gebäude von der Eisenbahngesellschaft SNCB an die Unternehmen Ikoab und Koeckelberg verkauft. Die Umwandlung in Co-Living-Räume zeigt, wie historische Eisenbahn-Infrastruktur heute in moderne Wohnkonzepte umgewandelt wird.
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