Kasteel Lakebossen, Neugotisches Schloss in Ruddervoorde, Oostkamp, Belgien
Das Kasteel Lakebossen ist ein neugotischer Backsteinbau auf steinernem Sockel, links mit einem zweigeschossigen Flügel mit hohen Fenstern unter spitzen Backsteingiebeln. In der Mitte springt ein niedriger verglaster Eingang mit roten Rahmen vor, dem eine breite Steintreppe vorgelagert ist; rechts erhebt sich ein schlanker Turm mit rotem Metallgerüst, Glasfeldern und spitzer roter Spitze.
Das Schloss wurde 1869 erbaut und von dem Architekten Jean-Baptiste Bethune für den Ritter Eugène van Outryve d'Ydewalle und seine Ehefrau entworfen. Der gotische Stil spiegelt die romantischen Vorlieben der wohlhabenden Belgier des 19. Jahrhunderts wider.
Das Schloss verdankt seinen Namen den Lakebos-Daunendecken, die die Textilfamilie Dejonckheere nach 1952 in den ehemaligen Stallungen herstellte. Der Wiederaufbau von 1984 bewahrte mehrere neugotische Innenelemente, sodass der Bau zeitgenössische Struktur mit Details des 19. Jahrhunderts verbindet. Der Park behält seine ursprüngliche landschaftliche Anlage mit Wasserflächen und einem Eiskeller unter einem Hügel.
Das Schloss steht an der Lakebossendreef 4 in Ruddervoorde, Gemeinde Oostkamp. Der Park wurde ursprünglich im Landschaftsstil angelegt und um 1980 teilweise verändert; er umfasst mehrere Wasserflächen und einen Eiskeller unter einem Hügel. Das Gebäude wurde 1950 weitgehend abgebrochen und 1984 in zeitgenössischer Form neu errichtet, sodass vom Anwesen des 19. Jahrhunderts vor allem der Park erhalten ist.
1950 ließ der Landvermesser Maurice Verstraete das Schloss weitgehend abreißen und verkaufte die Reste an Gaston Cools, der den östlichen Teil des Anwesens parzellierte. 1952 erwarb die Textilfamilie Dejonckheere den Rest und fertigte in den ehemaligen Stallungen Daunendecken unter der Marke Lakebos.
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