Kasteel Mishaegen, Brasschaat, Geschütztes Herrenhaus in Brasschaat, Belgien
Kasteel Mishaegen ist ein zweigeschossiges Herrenhaus an der Mishagen 47 in Brasschaat, 1772 im klassizistischen Stil erbaut. Die hellgrau verputzte Fassade hat einen mittleren Risalit mit breiter dunkler Doppeltür, darüber ein ovales Fenster und ein kleiner Balkon sowie ein Dreiecksgiebel an der Traufe. Das dunkelgraue Schieferwalmdach trägt Gauben und Backsteinschornsteine, und ein niedrigerer linker Flügel hat im Erdgeschoss eine Bogenarkade. Davor liegt eine flache Rasenfläche.
Zwei Bauernhöfe, Grote Mishagen (erstmals 1423 erwähnt) und Kleine Mishagen (1411 erwähnt), wurden 1482 dem Augustinerinnenkloster Sion geschenkt. Nach einem Angriff der Truppen Maarten van Rossums 1542 wurde das Kloster 1564 aufgegeben, die Schwestern zogen nach Breda. Der Kaufmann Charles de Proli erwarb das Gut 1769 und ließ 1772 das heutige Lusthaus errichten; nach seinem Konkurs ging es an die Familie Guyot über. Die beiden Höfe wurden 1940 abgerissen.
Der Name Mishaegen geht auf die beiden Höfe Grote und Kleine Mishagen zurück, die 1411 und 1423 erwähnt und 1482 dem Sion-Kloster der Augustinerinnen geschenkt wurden. Nach den Religionswirren zogen die Schwestern 1564 nach Breda. Danach wechselte das Gut in private Hände; die beiden Höfe wurden 1940 abgerissen.
Kasteel Mishaegen liegt an der Mishagen 47 am Rand von Brasschaat. Das Anwesen ist privat; Haus, Kutschenhaus und Pförtnerwohnung sind von der öffentlichen Straße und dem flachen Rasen vor der Fassade zu sehen. Der Park wurde im dritten Viertel des 19. Jahrhunderts neu angelegt. Die symmetrische Fassade mit Mittelrisalit und linker Arkade liest sich am besten von vorne.
Die beiden Höfe des Geländes, Grote Mishagen (erstmals 1423 erwähnt) und Kleine Mishagen (1411 als Mishagen erwähnt), wurden 1940 abgerissen. Ihre Namen leben nur im Namen des Gutes und in der Adresse Mishagen 47 weiter, wo einst die Höfe standen.
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