Dobrudscha, Historische Region zwischen dem Schwarzen Meer und der Donau, Rumänien und Bulgarien
Dobrudscha ist eine historische Landschaft zwischen dem Schwarzen Meer und der Donau, die sich über Rumänien und Bulgarien erstreckt. Die nördliche Hälfte gehört zu Rumänien und zeigt sanfte Hügel, während der Süden in Bulgarien liegt und flacher wird.
Griechische Siedler gründeten im 6. Jahrhundert v. Chr. Handelsstädte entlang der Schwarzmeerküste und trafen auf einheimische Stämme. Später wechselte das Gebiet zwischen römischer, byzantinischer und osmanischer Kontrolle, bis es im 19. Jahrhundert zwischen Rumänien und Bulgarien aufgeteilt wurde.
Der Name leitet sich vermutlich von einem türkischen Wort ab, das den kargen Boden beschreibt, der Bauern und Hirten seit Jahrhunderten prägt. Heute sieht man orthodoxe Kirchen neben Moscheen und Minaretten, die von osmanischer Herrschaft zeugen und noch immer genutzt werden.
Die beste Zeit zum Besuch ist Frühling oder Herbst, wenn die Temperaturen mild sind und die Küste ruhiger wird. Im Norden erreicht man die Hafenstadt Constanța einfach mit Zug oder Bus, während der Süden von Varna aus zugänglich ist.
Der nördliche Teil enthält das Donaudelta, ein Netz aus Kanälen, Schilf und Seen, das Pelikane und seltene Vogelarten anzieht. Manche Teile des Deltas sind nur mit kleinen Booten erreichbar und bleiben das ganze Jahr über feucht.
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