Kalofer, Siedlung in Bulgarien
Kalofer ist eine Kleinstadt in der Region Karlowo in Bulgarien, die im Tal des Flusses Tundscha am Nordhang des Balkangebirges liegt. Die Straßen sind eng und kurvenreich, die Häuser stehen dicht beieinander, und im Zentrum befindet sich ein kleiner Platz mit Geschäften und einem Denkmal.
Kalofer entwickelte sich während der osmanischen Herrschaft zu einem aktiven Handelszentrum und war für seine Textilproduktion, insbesondere für Rosenöl und Wollwaren, bekannt. Im 19. Jahrhundert spielte es eine Rolle in den nationalen Befreiungsbewegungen, bevor es nach der bulgarischen Befreiung von 1878 ruhiger wurde.
Kalofer ist eng mit dem Namen Christo Botew verbunden, einem der bekanntesten bulgarischen Dichter und Freiheitskämpfer, der hier geboren wurde. Das Geburtshaus von Botew ist noch heute erhalten und zieht viele bulgarische Besucher an, für die er eine wichtige nationale Figur darstellt.
Die Stadt ist über lokale Straßen erreichbar und hat eine Busverbindung zu Karlowo und anderen nahe gelegenen Ortschaften. Da die Straßen uneben sind und das Gelände an den Rändern des Ortes stark abfällt, empfiehlt es sich, festes Schuhwerk zu tragen.
Kalofer ist einer der wenigen Orte in Bulgarien, in dem noch heute traditionelle Männertänze im eiskalten Wasser des Flusses Tundscha am Epiphaniasfest gefeiert werden. Dieses Ritual zieht jedes Jahr Menschen aus dem ganzen Land an und gilt als lebendiger Brauch.
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