Sieben Rila-Seen, Gletscherseen im Rila-Gebirge, Bulgarien.
Die Sieben Rila-Seen bilden eine Gruppe von Gletscherseen, die zwischen 2100 und 2500 Meter Höhe in den Rila-Bergen liegen und jeweils unterschiedliche Formen und Größen aufweisen. Die Gewässer liegen in natürlichen Mulden im Fels, durch Wanderwege miteinander verbunden, wobei die Entfernungen kurz genug sind, um alle an einem Tag zu erreichen.
Die Seen entstanden in der letzten Eiszeit, als Gletscher tiefe Mulden in das Rilagestein schnitten und sich Wasser in diesen Vertiefungen ansammelte. Seit der Gletscherrückzug vor etwa 10.000 Jahren abgeschlossen wurde, haben die Seen ihre Form kaum verändert und füllen sich weiter mit Schmelzwasser und Niederschlag.
Jeder See trägt einen Namen, der sein Aussehen beschreibt, und Wanderer erkennen schnell, warum die einheimischen Bulgaren von Träne, Auge, Niere, Zwilling, Klee, Fischsee und Unterem See sprechen. Diese Namen stammen aus der Alltagssprache der Hirten und Bergsteiger, die seit Generationen durch diese Gegend ziehen und die Gewässer nach ihrer Form benannt haben.
Ein Sessellift bringt Besucher von der Pionerska-Hütte hinauf zur Hütte der Sieben Seen, von wo aus markierte Pfade zu den einzelnen Gewässern führen. Die Wege sind im Sommer gut begehbar, doch festes Schuhwerk bleibt ratsam, da die Abschnitte zwischen den Seen steinig und manchmal steil verlaufen.
Der Augensee erreicht eine Tiefe von 37,5 Metern und gilt damit als tiefster Karsee Bulgariens, wobei das Wasser so klar bleibt, dass man bis zum Grund sehen kann. Diese außergewöhnliche Sichtweite macht ihn bei Tauchern beliebt, die selbst in größeren Tiefen noch Felsformationen am Seeboden erkennen.
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