Gräberfeld von Warna, Archäologische Stätte in Varna, Bulgarien.
Die Varna-Nekropole ist eine bedeutende archäologische Stätte in Varna mit 294 Gräbern aus der kupferzeitlichen Kultur im südöstlichen Europa. Die Fundstätte erstreckt sich über mehrere Grabungsbereiche und enthält tausende Objekte aus Kupfer, Keramik, Muscheln und dem ältesten bearbeiteten Gold der Welt.
Die Begräbnisstätte wurde 1972 von einem Baggerfahrer namens Raycho Marinov während industrieller Erdarbeiten entdeckt und stammt aus dem Jahr 4500 vor Christus. Archäologen unter der Leitung von Ivan Ivanov führten daraufhin systematische Ausgrabungen durch und brachten die frühesten bekannten Goldartefakte der Menschheitsgeschichte ans Licht.
Die Anordnung der Bestattungen zeigt soziale Hierarchien, mit männlichen Körpern in Rückenlage und weiblichen in Fötalhaltung.
Die Fundstücke aus den Grabungen können heute im Archäologischen Museum in Varna besichtigt werden, wo sie in thematischen Ausstellungsräumen präsentiert werden. Einige besonders wertvolle Goldstücke befinden sich auch in der Dauerausstellung des Historischen Nationalmuseums in Sofia.
Das Grab 43 enthielt allein über 990 goldene Gegenstände mit einem Gesamtgewicht von etwa anderthalb Kilogramm, mehr als alle anderen zeitgleichen Fundstellen weltweit zusammen. Wissenschaftler vermuten, dass diese Anhäufung von Reichtum auf fortgeschrittene handwerkliche Fähigkeiten und weitreichende Handelsnetzwerke entlang der Schwarzmeerküste hindeutet.
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