Polesien, Naturlandschaft im östlichen Belarus und nordwestlichen Ukraine.
Polesia ist eine weitläufige Landschaft aus Feuchtgebieten, Torfmooren, Wäldern und Seen, die sich über drei Länder erstreckt und Europas größte Flussaue bildet. Das Gebiet dehnt sich über etwa 186.000 Quadratkilometer aus und beherbergt eine außergewöhnliche Vielfalt an seltenen Pflanzen und Tieren in seinen schwer zugänglichen Zonen.
Ende des 18. Jahrhunderts wechselte die Region von der polnisch-litauischen Herrschaft unter russische Kontrolle nach den Teilungen Polens. Dieser Wandel veränderte die Landnutzung und führte zu neuen Besiedlungsmustern in den Feuchtgebieten.
Die lokale Bevölkerung nennt sich Poleschtschuken und pflegt bis heute das Sammeln von Waldhonig sowie das Wissen um heilende Pflanzen. Diese Fähigkeiten werden von Generation zu Generation weitergegeben und prägen den Alltag in abgelegenen Dörfern der Sümpfe und Wälder.
Geschützte Naturgebiete bieten markierte Pfade und Aussichtspunkte, von denen aus man die Landschaft beobachten kann. Einheimische Führer helfen Besuchern, Tiere und Pflanzen zu finden und erklären, wie man sich sicher in den Sümpfen bewegt.
Die Almany-Moore umfassen mehr als 100.000 Hektar und speichern große Mengen Kohlenstoff im Torf. Diese ausgedehnten Feuchtgebiete bieten Lebensraum für seltene Vögel und Insekten, die anderswo kaum noch vorkommen.
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