Kirche des heiligen Simon und der heiligen Helena, Römisch-katholische Kirche am Unabhängigkeitsplatz, Minsk, Weißrussland
Die Kirche der Heiligen Simon und Helena ist ein römisch-katholisches Gotteshaus am Unabhängigkeitsplatz in Minsk, Belarus. Die beiden vorderen Türme aus rotem Backstein erheben sich über die Fassade, während Elemente der Neugotik, der romanischen Wiederbelebung und des Jugendstils die Architektur prägen.
Edward Woyniłłowicz finanzierte den Bau ab 1905 als Gedenkstätte für seine verstorbenen Kinder, wobei der Architekt Tomasz Pajzderski die Pläne entwarf. Während der Sowjetzeit wurde das Gebäude zu einem Kino umfunktioniert und kehrte erst 1990 zur katholischen Nutzung zurück.
Der Name ehrt Szymon und Helena, die Kinder des Stifters, deren früher Tod den Bau dieser Kirche auslöste. Besucher bemerken oft die farbigen Glasfenster, die im Inneren ein warmes Licht werfen und den Raum für Andacht und Stille öffnen.
Die Kirche öffnet täglich von 7 bis 21 Uhr und empfängt sowohl Gläubige zu Gottesdiensten als auch Besucher, die die Architektur erkunden möchten. Der zentrale Standort am Platz erleichtert die Anfahrt zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Während der Sowjetzeit organisierten katholische Aktivisten Hungerstreiks vor dem Gebäude, um ihre religiöse Stätte zurückzufordern, nachdem die Behörden es in ein Kino umgewandelt hatten. Diese Aktionen trugen zur Rückgabe an die Gemeinde bei und prägten die Erinnerung an den langen Kampf um die Nutzung.
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