Lac Saint-Jean, Großer Süßwassersee in Maria-Chapdelaine, Kanada
Der Lac Saint-Jean ist ein großes Süßwasserbecken im Gebiet Saguenay–Lac-Saint-Jean in Quebec, das von mehreren Zuflüssen aus dem Hinterland gespeist wird. Seine kreisrunde Form und die flachen Uferzonen prägen das Landschaftsbild der umliegenden Gemeinden, während zwei künstliche Abflüsse das Wasser in den Saguenay-Fluss leiten.
Ein jesuitischer Missionar kam 1647 an dieses Gewässer und führte es unter seinem heutigen französischen Namen in europäische Karten ein. Handelsposten für Pelze entstanden danach entlang der Ufer, was die Entwicklung dauerhafter Siedlungen in der Region förderte.
Der Name Piekuakamu stammt aus der Sprache der Innu und bezeichnet dieses Gewässer seit Jahrhunderten in ihrer mündlichen Überlieferung. Auf dem Wasser und entlang der Ufer lässt sich heute die Verbindung der Region zum Fluss- und Seensystem nachvollziehen, das die Lebensweise der Menschen prägte.
Das Wasser wird durch Dämme an zwei Auslässen geregelt, wodurch die Pegel das ganze Jahr über kontrolliert bleiben und Überschwemmungen verhindert werden. Besucher finden entlang der Ufer öffentliche Zugänge, die Aussichten auf die offene Wasserfläche bieten und Möglichkeiten zum Baden oder Bootfahren eröffnen.
Ein Schwimmwettbewerb über 32 Kilometer Freiwasser zieht seit 1955 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern an, die die Strecke zwischen zwei festgelegten Punkten durchqueren. Das Rennen gilt als eine der ältesten Langstreckenschwimmveranstaltungen in Nordamerika und findet jährlich im Sommer statt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.