Grosse Isle, Quarantäneeinrichtung in Saint-Antoine-de-l'Isle-aux-Grues, Kanada.
Grosse Isle ist eine historische Quarantäneanstalt im Sankt-Lorenz-Fluss, auf der weiße Krankenhausgebäude, eine Kapelle und ein keltisches Kreuz auf einem Hügel stehen. Die Insel bewahrt Spuren aus dem 19. Jahrhundert, als Schiffe mit Reisenden ankamen und eine komplexe Infrastruktur zur Überprüfung und Überwachung der ankommenden Menschen bestand.
Die Anlage wurde 1832 gegründet und diente über hundert Jahre lang als Ankunftsort für Menschen, die nach Kanada kamen. Sie spielte eine zentrale Rolle in der Geschichte der Einwanderung, insbesondere während der Hungerkrise, als tausende Menschen diese Insel passierten.
Die Insel ist eng mit der irischen Geschichte verbunden und erinnert an die Menschen, die während der Hungersnot des 19. Jahrhunderts hierherkamen. Besucher sehen heute Gedenkstätten und Gräber, die von dieser bewegenden Vergangenheit erzählen.
Die Insel ist nur mit dem Boot von Berthier-sur-Mer erreichbar oder mit dem Flugzeug vom Flughafen Montmagny. Besucher sollten ihre Reise im Voraus planen, da die Verbindungen saisonal und begrenzt sind.
Medizinische Beamte hissten blaue Flaggen auf Schiffen, um zu zeigen, dass Fieber an Bord war, ein System, das den Ankünften Ordnung gab. Diese Flaggensignale waren eine der ersten standardisierten Methoden zur Kontrolle von Ankünften in Nordamerika.
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