Décarie Interchange, Autobahnkreuz in Montreal, Kanada.
Der Décarie Interchange ist ein mehrstöckiger Knotenpunkt, der die Autoroute 15, die Autoroute 20 und die Route 136 in Montreals Straßennetzwerk verbindet. Die Anlage nutzt ein turbinen-artiges Design mit mehreren übereinander gestapelten Fahrbahnen und angehobenen Rampen, um den Verkehr zwischen Norden und Süden effizient zu leiten.
Der Knotenpunkt entstand während der Infrastrukturexpansion Montreals in den 1960er Jahren als Vorbereitung auf die internationale Ausstellung Expo 67. Die Planung und der Bau waren Teil eines größeren Verkehrserneuerungsprogramms, das die Stadt auf ein bedeutendes globales Ereignis vorbereitete.
Die Anlage trägt den Namen der Familie Décarie, deren Mitglied Daniel-Jérémie von 1877 bis 1904 Bürgermeister von Notre-Dame-de-Grâce war. Der Name erinnert an die Wurzeln des Viertels und prägt bis heute die Identität dieser Verkehrsknotenpunkt.
Besucher sollten beachten, dass dies ein stark befahrener Verkehrsknotenpunkt ist, der am besten während der Stoßzeiten gemieden wird, wenn man die Struktur selbst bewundern möchte. Der beste Aussichtspunkt ist von den Nebenstraßen aus, wo man die gestaffelte Architektur und das komplexe Rampensystem erkennen kann.
Die Ingenieure gestalteten die Anlage mit bewusst unterschiedlichen Höhen auf den verschiedenen Ebenen, um den Verkehrsfluss zu optimieren und Lärmschutzanforderungen zu erfüllen. Dieses Höhensystem ist nicht zufällig, sondern wurde speziell berechnet, um Lärm zu reduzieren, der von den angrenzenden Wohngebieten wahrgenommen würde.
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