Lake Ojibway, Prähistorischer Gletschersee in Nord-Ontario und Quebec, Kanada
Lake Ojibway war ein prähistorisches Gletschersee, das sich während der letzten Eiszeit über ein riesiges Gebiet in Nordontario und Nordquébec erstreckte. Das Seebett prägte die Landschaft und hinterließ fruchtbare Böden in der sogenannten Clay Belt.
Das Gletschersee entstand während der letzten Eiszeit, als die Laurentide-Eisschicht schmolz und proglaziale Gewässer bildete. Es verschwand vor etwa 8.200 Jahren durch ein dramatisches Abflussereignis in die Hudson Bay.
Der See war nach dem Ojibwe-Volk benannt, das in den Gebieten des heutigen Ontario und Quebec lebte. Die Region behielt diese kulturelle Verbindung in ihrem Namen, auch nachdem die Gewässer längst verschwunden waren.
Der ehemalige Seeboden ist heute nicht als Wasserattraktivität zugänglich, sondern bildet stattdessen die landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Grundlage der Clay Belt Region. Besucher können die Auswirkungen dieser antiken Gewässer in der flachen Topographie und den produktiven Böden der heutigen Landschaft erkennen.
Das plötzliche Abflussereignis des Sees vor etwa 8.200 Jahren war so massiv, dass es sogar weltweite Klimaauswirkungen hatte. Diese Freisetzung gewaltiger Wassermengen in den Nordatlantik gilt als ein katalysierendes Moment für eine Phase globaler Abkühlung.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.