Mount Cashel Orphanage, Ehemaliges katholisches Waisenhaus in St. John's, Neufundland und Labrador, Kanada.
Mount Cashel Orphanage war ein Wohnheim für Jungen unter der Leitung der Christlichen Brüder, das nördlich des Quidi Vidi Lake lag und Hunderte von Kindern aufnahm. Die Anlage beherbergte Schlafräume, Klassenzimmer und Kapelle, wo religiöse und schulische Aktivitäten stattfanden.
Erzbischof Michael Francis Howley gründete die Einrichtung 1898 und benannte sie nach dem Rock of Cashel, einem historischen irischen Ort. Das Heim funktionierte über neun Jahrzehnte lang und spiegelte die wachsende Rolle der Christlichen Brüder in der Kinderfürsorge Neufundlands wider.
Die Einrichtung war ein Symbol der irischen Präsenz in Neufundland und zeigte die starke Rolle, die religiöse Ordensgemeinschaften in der Betreuung und Ausbildung von Kindern spielten. Die Brüder hinterließen tiefe Spuren in der lokalen Gemeinschaft durch ihre lange Tätigkeit in der Region.
Der Ort ist heute Teil eines Wohngebiets namens Howley Estates, daher gibt es vor Ort kein Besucherzentrum oder Gedenkstätte. Ein nahegelegener Supermarkt und die Wohnstraßen prägen das Erscheinungsbild des ehemals bebauten Grundstücks.
Die Geschichte der Einrichtung zeigt dunkle Kapitel, die 1989 durch offizielle Untersuchungen ans Licht kamen und zu ihrer Schließung führten. Die Nachwirkungen sind bis heute in Debatten über Institutionspflege und Verantwortung in der Provinz präsent.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.