South Indian Lake, Nördliche Gemeinde in Manitoba, Kanada
South Indian Lake ist eine nördliche Gemeinde in Manitoba, Kanada, die am Ufer eines großen Sees im Norden der Provinz liegt. Der gleichnamige See ist über das Churchill-Flusssystem mit der Hudson Bay verbunden und von zahlreichen kleinen Inseln durchzogen.
Die Hudson's Bay Company errichtete hier 1803 einen Handelsposten, der die Region zu einem wichtigen Knotenpunkt im Pelzhandel machte. Jahrzehnte später veränderte der Bau des Churchill-River-Damms in den 1970er Jahren die Gegend grundlegend, da er den Wasserspiegel des Sees dauerhaft ansteigen ließ.
Die O-Pipon-Na-Piwin Cree Nation lebt hier seit Generationen von Fischerei und Jagd, die bis heute den Alltag prägen. Wer die Gemeinde besucht, bemerkt schnell, wie eng das Leben der Menschen mit dem Wasser und dem umliegenden Land verbunden ist.
Die Gemeinde ist über die Schotterstraße Provincial Road 493 ab Leaf Rapids erreichbar oder per Kleinflugzeug über den lokalen Flugplatz. Im Winter kann die Anreise auf der Schotterstraße beschwerlich werden, daher lohnt es sich, die Wetterbedingungen vor der Abfahrt zu prüfen.
Als der Damm in den 1970er Jahren den Wasserspiegel anhob, mussten viele Bewohner ihre angestammten Dörfer am Seeufer verlassen und an einem neuen Ort neu beginnen. Die überfluteten Flächen sind bis heute sichtbar, wenn man von der Wasserseite aus auf die Umgebung schaut.
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