Quebec City Martello Towers, Kreisförmige Verteidigungstürme in La Cité-Limoilou, Kanada.
Die Martello-Türme von Québec sind drei der vier runden Steintürme, die 1812 erbaut wurden; Turm Nr. 3 wurde 1904 abgerissen. Die Westmauer, die dem Feind zugewandt ist, ist dicker, während die dünnere Ostmauer bei einer Eroberung vom Wall aus zerstört werden konnte. Die beiden mittleren Türme (Nr. 2 und Nr. 3) und die kleineren Endtürme (Nr. 1 und Nr. 4) sollten Garnisonen von etwa 20 bzw. 12 Männern der Royal Artillery beherbergen.
Diese Wehrbauten entstanden zwischen 1808 und 1812 als Reaktion auf Spannungen mit den Vereinigten Staaten und sollten die Kolonie vor potenziellen Angriffen schützen. Sie sind Überreste einer Zeit, in der Großbritannien seine nordamerikanischen Besitzungen aktiv verteidigte.
Der Name stammt von Punta Mortella auf Korsika, wo ein ähnlicher Turm 1794 einen britischen Marineangriff abwehrte. Die Türme von Québec wurden zunächst ohne Dach gebaut, nach einem für wärmere Klimazonen entwickelten Muster; hölzerne Dächer mit Zedernschindeln kamen bei der Restaurierung der 1990er Jahre hinzu. In den 1950er Jahren beherbergte eine drehbare Kuppel auf Turm Nr. 1 ein astronomisches Teleskop von etwa 40 cm.
Nur Turm Nr. 1 auf den Plains of Abraham über dem Sankt-Lorenz-Strom dient als Museum; Turm Nr. 2 beim Eingang an den Avenues Wilfrid-Laurier und Taché wird für Sonderveranstaltungen genutzt, und Turm Nr. 4 in der Rue Lavigueur ist nicht regelmäßig geöffnet. Das Obergeschoss erreicht man über eine hölzerne Außentreppe, da der ursprüngliche Zugang eine hoch gelegene Tür war, die man mit einer entfernbaren Leiter erreichte.
Die Eingänge liegen absichtlich hoch oben und sind von innen erreichbar, um es feindlichen Soldaten unmöglich zu machen, einfach hineinzugehen. Dieses einfache Merkmal zeigt, wie praktisch und durchdacht die Verteidigungslogik dieser Zeit war.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.252 Mitwirkenden weltweit.