Mohawk Institute Residential School, Ehemaliges Indianerinternat in Brantford, Kanada
Das Mohawk Institute Residential School war eine Bildungseinrichtung auf ausgedehntem Farmland, die sowohl Klassenzimmer als auch landwirtschaftliche Betriebe für indigene Schüler umfasste. Der Komplex war ein vollständig integriertes System, in dem Unterricht mit praktischer Arbeit auf dem Land kombiniert wurde.
Die Gründung erfolgte 1831 durch die Anglikanische Kirche als erste Internatsschule Kanadas und akzeptierte zunächst nur Jungen bis 1834. Dieses Institut prägte das Muster für alle nachfolgenden Einrichtungen dieser Art im Land.
Das Institut war ein Ort, an dem indigene Sprachen und Bräuche unterdrückt wurden, während europäische Werte durchgesetzt waren. Besucher können heute verstehen, wie diese Politik das Leben der Schüler prägte und welche Auswirkungen sie auf ihre Gemeinschaften hatte.
Das Gelände ist heute Heimat des Woodland Cultural Centre, wo Besucher Ausstellungen und Programme über das Schulensystem und indigenes Erbe erkunden können. Der Ort bietet Raum, um die Geschichte dieser Institution und ihrer langfristigen Auswirkungen zu verstehen.
Schüler gaben der Schule den Namen 'The Mush Hole' wegen der regelmäßig servierten Haferbrei-Mahlzeiten, die ihr schwaches Ernährungssystem widerspiegelten. Dieser Spitzname war eine Form des stillen Widerstands der Kinder gegen ihre tägliche Erfahrung an diesem Ort.
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