Locarno, Seegemeinde im Tessin, Schweiz
Locarno liegt am nördlichen Ufer des Lago Maggiore und steigt von dort sanft in die Voralpen auf, wo Palmen neben Weinbergen wachsen und die Häuser mit Ziegeldächern den Hang hinaufklettern. Die Altstadt breitet sich um die Piazza Grande aus, einen weiten Platz mit Arkaden, Cafés und gepflasterten Gassen, die zu kleineren Plätzen und Kirchen führen.
Ausgrabungen in der Nähe der Via San Jorio brachten 1934 eine Nekropole mit 14 Urnengräbern aus der frühen Bronzezeit zutage, die Keramik und Bronzegegenstände enthielten. Im Mittelalter wechselte die Stadt mehrfach zwischen lombardischen Herzögen und schweizerischen Kantonen, bis sie 1803 endgültig zu Ticino kam.
Die Piazza Grande verwandelt sich während des Internationalen Filmfestivals Locarno jeden August in ein Freilichtkino.
Die Gemeinde betreibt ein Netz aus Seilbahnen, Bussen und Schiffen, das den Ortskern mit den Bergen ringsum und anderen Orten am See verbindet. Von der Piazza Grande lässt sich der größte Teil des Zentrums zu Fuß erkunden, während die Standseilbahnen zum Madonna del Sasso und zu den höheren Lagen führen.
In der Stadt wachsen Palmen neben Kastanien und Zypressen, während die Berggipfel ringsum bis in den Frühling hinein Schnee tragen. Trotz der Lage in den Alpen herrscht hier ein Klima, das eher an die ligurische Küste erinnert, mit milden Wintern und mediterranen Pflanzen in den Gärten.
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