Bosco/Gurin, Gemeinde im Kanton Tessin in der Schweiz
Bosco/Gurin ist eine kleine Schweizer Gemeinde in den Bergen, die auf über 1500 Metern Höhe liegt und die höchstgelegene Ortschaft des Tessins ist. Das Dorf besteht aus traditionellen Holzhäusern mit steilen Dächern und schmalen Gassen, umgeben von hohen Bergen und Wäldern mit Lärchen und Fichten.
Der Ort wurde 1253 von den Walser gegründet, einem Volk aus dem Wallis, das sich in diesem Hochtal niederließ und seine Sprache sowie Traditionen bis heute bewahrte. Das älteste Haus stammt von 1386 und ist heute ein Museum, das das Leben der frühen Bewohner zeigt.
Der Ort ist bekannt dafür, dass hier Ggurijnartitsch gesprochen wird, ein Schweizer-Deutsch-Dialekt, den die Walser-Bevölkerung vor Jahrhunderten mitgebracht hat. Die traditionellen Holzhäuser und die Art, wie die Bewohner ihre Sprache und Bräuche im Alltag bewahren, prägen das Gesicht des Dorfes bis heute.
Das Dorf ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: Busse fahren von Locarno ab, mit einem Umstieg in Cevio. Die Anreise ist landschaftlich reizvoll und führt in eine ruhige Bergwelt, die das ganze Jahr über für Besucher offen steht.
Ein besonderes Merkmal ist die Coop-Filiale, der kleinste Supermarkt der Schweiz, der für die etwa 60 Einwohner essentiell ist. Darüber hinaus ist das Dorf als eine lebende Legende in den Wäldern bekannt: Die Figur des Weltu, ein freundliches Wesen mit umgekehrten Füßen, wird in lokalen Geschichten als Hüter des Viehs erzählt.
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