Bellinzona, Mittelalterliche befestigte Stadt im Tessin, Schweiz.
Bellinzona ist eine befestigte Siedlung am Zusammenfluss dreier Alpentäler im südlichen Kanton Tessin, wo drei Burgen die Durchgangsroute über dem Fluss bewachen. Die Altstadt breitet sich zwischen den Hügeln aus und zeigt Kopfsteinpflasterstraßen, Plätze mit Arkaden und Wohnhäuser aus Stein, die bis an die Burgmauern heranreichen.
Die Lage an der Handelsroute durch den Gotthard zog seit der Römerzeit Truppen und Händler an, bis die Eidgenossen die Herrschaft von Mailand im Jahr 1500 beendeten. Die drei Burgen entstanden zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert, als die Herzöge von Mailand die Kontrolle über den Pass sichern wollten.
Der Ortskern um die Piazza Collegiata zeigt Arkadengänge und enge Gassen, in denen Bewohner und Besucher morgens auf den Wochenmärkten frische Produkte aus der Region kaufen. Die Cafés unter den Bögen füllen sich mittags mit Leuten, die draußen sitzen und Tessiner Polenta oder Risotto essen.
Besucher erreichen die Altstadt zu Fuß vom Bahnhof in wenigen Minuten und können die Burgen über gepflasterte Wege und Treppen erkunden, die zwischen den Hügeln verlaufen. Die Saison für Außenbesichtigungen dauert von Frühling bis Herbst, wenn die Zugänge zu den Festungen geöffnet und die Wege trocken sind.
Die Wehrmauern zwischen Castelgrande und Montebello verlaufen mitten durch Wohngebiete und Gärten, sodass Spaziergänger heute direkt neben den alten Befestigungen entlanggehen. Einige Abschnitte dienen als Stützmauern für Häuser, die im Lauf der Jahrhunderte an die ursprüngliche Verteidigungsanlage angebaut wurden.
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