Urnäsch, Schutzobjekt und Gemeinde in Appenzell Ausserrhoden, Schweiz
Urnäsch ist eine Gemeinde im Kanton Appenzell Ausserrhoden in der Ostschweiz mit einem Ortsbild, das unter Schutz gestellt ist. Die Häuser haben überwiegend hölzerne Fassaden, die Straßen sind schmal, und kleine Geschäfte und Wohnhäuser prägen das Bild des Ortes.
Urnäsch wurde erstmals im Jahr 1268 urkundlich erwähnt und war lange Zeit Teil des Einflussbereichs des Klosters St. Gallen, das die umliegenden Ländereien kontrollierte. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Ort zu einer eigenständigen Gemeinde mit einer stark ländlichen Prägung.
Urnäsch ist vor allem für das Silvesterchlausen bekannt, ein Brauchtum, bei dem Gruppen verkleideter und maskierter Menschen singend durch die Straßen ziehen, um das neue Jahr zu begrüßen. Diese Tradition wird nach dem alten Julianischen Kalender am 13. Januar begangen und zieht jedes Jahr viele Besucher an.
Urnäsch eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen in der Umgebung, unter anderem in Richtung des Alpsteinmassivs, und ist gut mit benachbarten Ortschaften wie Herisau oder St. Gallen verbunden. Ein Besuch lohnt sich besonders während der lokalen Feste, wenn das Dorf besonders lebendig ist.
Das Silvesterchlausen in Urnäsch findet zweimal statt: einmal am 31. Dezember nach dem modernen Kalender und einmal am 13. Januar nach dem alten Julianischen Kalender, dem sogenannten Alten Silvester. Dieses doppelte Neujahr ist in der Schweiz einmalig und macht das Dorf zu einem besonderen Ziel für alle, die das Fest erleben möchten.
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