Muottas Muragl, Berggipfel in Graubünden, Schweiz.
Muottas Muragl ist ein Aussichtspunkt auf 2454 m am Südhang des Blais da Muottas in den Livigno-Alpen, hoch über dem Oberengadin zwischen Samedan, St. Moritz und Pontresina. Eine Standseilbahn, die Muottas-Muragl-Bahn, überwindet von Punt Muragl aus 709 m Höhendifferenz auf 2199 m Strecke. Oben stehen ein Hotel und ein Panoramarestaurant; ein Weg führt mit rund 400 m Höhendifferenz zur Segantinihütte auf dem Schafberg.
1904 wurde unter Führung der damaligen Schweizerischen Eisenbahnbank (Suiselectra) die Aktiengesellschaft Drahtseilbahn «Muottas-Muraigl» bei Samaden gegründet, 1905 erfolgte der Spatenstich. 1907 wurde der Betrieb aufgenommen; die Bahn ist die älteste Bergbahn im Engadin. Anfangs erreichten die Gäste die Ausgangsstation zu Fuss, mit der Kutsche oder mit dem Omnibus, weil es noch keine Bahnverbindung gab. Die Strecke ist 2199 m lang und überwindet 709 m Höhendifferenz. 1995 wurde die Gesellschaft von den Celeriner Bergbahnen übernommen.
Der Name ist rätoromanisch: Muotta bedeutet Anhöhe, Muragl ist ein Flurname. Der Berg liegt auf dem Gemeindegebiet von Samedan, oberhalb der Seenplatte des Oberengadins mit Silsersee, Silvaplanersee und St. Moritzersee. Ein Wanderweg mit rund 400 Metern Höhendifferenz führt zur Segantinihütte auf dem Schafberg, wo 1899 der Maler Giovanni Segantini starb.
Die Bergbahn verkehrt täglich mit Abfahrten von morgens bis spät abends, und Fahrkarten können online oder an der Talstation gekauft werden. Warme Kleidung ist wichtig, da es oben deutlich kälter ist als im Tal, und gutes Schuhwerk hilft bei Wanderungen auf den Bergwegen.
Ein Felsgletschern bei der Gipfelregion fließt langsam und verändert sich jährlich messbar, was von den Wanderwegen aus beobachtet werden kann. Dieses natürliche Phänomen zeigt, wie sich Berge über längere Zeiträume hinweg ständig bewegen.
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