Aquae Helveticae, römischer Vicus / mittelalterliche / neuzeitliche Stadt, Römische Ausgrabungsstätte in Baden, Schweiz.
Aquae Helveticae ist ein römisches Siedlungsgelände mit heißen Mineralquellen, das als Wohn- und Handelsort gegründet wurde. Das Gelände zeigt Reste von Steinbauten, Werkstätten und Badeanlagen, die unter modernen Straßen und Häusern Badens liegen.
Die Römer gründeten die Siedlung im 1. Jahrhundert nach Christus in der Nähe ihres Lagers Vindonissa und bauten zunächst Holzgebäude. Nach einem Brand im Jahr 69 nach Christus entstanden dauerhaftere Steinstrukturen, die über viele Generationen genutzt wurden.
Der Ort war über Jahrhunderte ein Zentrum für Handwerk und Handel, wie Töpferwerkstätten und Metallverarbeitung zeigen. Menschen kamen hierher, um die warmen Quellen zu nutzen, die sowohl Heilung als auch alltägliche Reinigung ermöglichten.
Die archäologischen Überreste liegen unter der heutigen Stadt verteilt, weshalb ein Spaziergang durch Badens Zentrum sowohl moderne als auch antike Orte zeigt. Es lohnt sich, langsam zu gehen und die Informationstafeln zu beachten, die an verschiedenen Stellen erklären, was unter den Straßen liegt.
Bei Grabungen 2020 wurden alte Holzbalken und ein intakter römischer Baderaum gefunden, der etwa 2.000 Jahre unter der heutigen Straße lag. Diese Funde zeigen, wie gut einige Objekte konserviert wurden und welche Details noch über das Alltagsleben erhalten sind.
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