Aventicum, römische Stadt - Avenches, mittelalterlich-neuzeitliche Stadt, Römische archäologische Stätte in Avenches, Schweiz.
Aventicum ist eine römische archäologische Stätte in der Schweiz mit Überresten einer antiken Stadt, einschließlich Mauern, eines Amphitheaters und von Badeanlagen aus dem 2. Jahrhundert. Die Überreste zeigen die Ausdehnung und Wichtigkeit dieser Siedlung als Verwaltungszentrum einer ganzen Region.
Aventicum wurde um die Zeitenwende als Hauptort der Helvetier an der Strasse von Italien nach Britannien gegründet. 69 n. Chr. unterstützten die Helvetier Galba gegen Vitellius; die Legio XXI Rapax plünderte ihre Siedlungen und besetzte Aventicum. Vespasian, der einen Teil seiner Jugend dort verbracht hatte, erhob die Stadt 72 n. Chr. zur Kolonie, und sie zählte über 20'000 Einwohner. Marius Aventicensis verlegte den Bischofssitz nach dem Konzil von Mâcon 585 nach Lausanne.
Der Name Aventicum leitet sich von der helvetischen Quellgöttin Aventia ab. Die Stadt war Hauptort der Civitas Helvetiorum, die Tacitus Caput gentis nennt. Funde aus den Grabungen, darunter in Rom gefertigte Marmorbildnisse des julisch-claudischen Kaiserhauses, sind im Musée Romain im Turm über dem Amphitheatereingang zu sehen.
Ein Museum vor Ort zeigt ausgegrabene Gegenstände wie Münzen, Inschriften und Alltagsgegenstände, die die antike Lebenswelt verdeutlichen. Besucher können die freigelegten Strukturen auf dem Gelände erkunden und sich dabei ein Bild von der ursprünglichen Stadt machen.
Der Name Aventicum leitet sich von Aventia ab, einer helvetischen Quellgöttin; vor der Erhebung zur Kolonie könnte die Stadt Forum Tiberii geheissen haben. Ein im 17. Jahrhundert gefundener Stein nennt den Titel Colonia Pia Flavia Constans Emerita Helvetiorum Foederata, doch manche Forscher halten die Inschrift für eine Fälschung.
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