Ethnographisches Museum Neuenburg, Ethnographisches Museum in Neuchâtel, Schweiz
Das Musée d'ethnographie de Neuchâtel nutzt die 1902 vermachte Villa de Pury auf dem Saint-Nicolas-Hügel sowie die 1954–1955 errichtete Black Box, die seit 1986 durch das Gebäude des Ethnologie-Instituts mit der Villa verbunden ist. Die Sammlungen umfassen fast 60.000 Objekte aus allen Weltregionen, mit Schwerpunkt Afrika; die Villa zeigt L'impermanence des choses, die Black Box die Wechselausstellungen.
Das Museum wurde 1904 gegründet, nachdem James-Ferdinand de Pury seine Villa auf dem Hügel Saint-Nicolas als Raum für ethnographische Sammlungen spendete. Diese Gründung markierte den Beginn einer Institution, die sich dem Sammeln und Zeigen von Objekten aus Kulturen weltweit widmete.
Das Museum wird meist MEN genannt. Seit den 1980er Jahren verfolgt es unter Jacques Hainard eine „Museologie des Bruchs“, die Objekte umdeutet und ihren Sinn hinterfragt. Es bewahrt diplomatische Geschenke der Schweiz auf, darunter eine Reihe von Puppen in Trachten verschiedener Völker der Sowjetunion. Wechselausstellungen begannen unter dem Konservator Théodore Delachaux, der von 1921 bis 1945 amtierte.
Das Museum liegt auf dem Hügel Saint-Nicolas: Die Villa de Pury zeigt die Referenzausstellung L'impermanence des choses, die Black Box, verbunden durch das 1986 errichtete Gebäude des Ethnologie-Instituts, die Wechselausstellungen. Beide Häuser folgen unterschiedlichen Ausstellungskonzepten, für beide sollte man Zeit einplanen.
Die Black Box, 1954–1955 unter dem Direktor Jean Gabus errichtet, trägt ein 166,5 m² großes Fresko, Les Conquêtes de l'homme, von Hans Erni, das 1986 vollständig restauriert wurde. Im selben Jahr entstand ein Gebäude für das Ethnologische Institut der Universität Neuenburg, das die Villa de Pury mit der Black Box verbindet und eine von Museum und Universität gemeinsam genutzte Bibliothek beherbergt.
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