Klöntalersee, Stausee in Glarus, Schweiz
Der Klöntalersee ist ein Stausee im Kanton Glarus, der sich über mehr als 5 Kilometer durch das Tal erstreckt und an seiner tiefsten Stelle fast 50 Meter misst. Die Wasseroberfläche spiegelt die umliegenden Berghänge wider und verändert ihre Farbe je nach Licht und Wetter.
Der See entstand durch eine Sackung an der Glärnischflanke und einen Bergsturz von der Dejenstogg-Seite. Zwischen 1905 und 1908 wurde am Ostende ein 21,5 Meter hoher Erdschüttdamm gebaut und später auf 30 Meter erhöht; damit ist er der älteste grössere Speichersee der Schweiz. 1799 verwehrte der französische General Molitor hier den Russen Suworows den Durchmarsch, bevor er Seerüti räumte.
Der Name dieser Wasserfläche stammt vom Klöntal, dem Tal, das sie füllt und dessen Form sie heute nachzeichnet. Die Ufer ziehen Wanderer an, die entlang der flachen Abschnitte spazieren oder an den Kiesstränden rasten.
Züge von Zürich nach Glarus bringen Besucher in die Nähe, von wo aus Busse 72 oder 504 mehrmals täglich zum Tal fahren. Die Haltestellen liegen in Gehweite der Ufer, und breite Wege machen den Zugang einfach.
Bevor Eismaschinen erfunden waren, wurde auf dem zugefrorenen See gewerbsmässig Eis abgebaut und zum Kühlen verkauft; die Brauerei Wädenswil tat dies 1953 letztmals. Der See speist zudem das Kraftwerk am Löntsch bei Netstal, wo das Wasser in einem 4 Kilometer langen Druckstollen rund 365 Meter zu den Turbinen fällt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.807 Mitwirkenden weltweit.