Lobsigensee, Gletschersee und archäologische Stätte in Seedorf, Schweiz
Der Lobsigensee ist ein kleines Beckengewässer und archäologische Fundstätte in Seedorf, die bedeutende Reste von Pfahlbauten bewahrt. Der See misst etwa 180 Meter in der Länge und 130 Meter in der Breite und liegt auf rund 514 Metern Höhe.
Archäologische Ausgrabungen begannen 1908 am Lobsigensee und brachten mehrere prähistorische Siedlungen aus dem vierten Jahrtausend vor Christus ans Licht. Diese Funde machten den See zu einem wichtigen Bestandteil der UNESCO-Welterbestätte der prähistorischen Pfahlbautensiedlungen um die Alpen.
Die Seeufer beherbergen Spuren von neolithischen Pfahlbauten, die Teil der prähistorischen Siedlungen rund um die Alpen sind. Diese Reste zeigen, wie Menschen vor Jahrtausenden an Seen lebten und ihre Häuser direkt am Wasser errichteten.
Das Gelände ist über die Unterdorfstrasse in Seedorf zugänglich, wo regelmäßig wissenschaftliche Arbeiten stattfinden. Besucher sollten bedenken, dass es sich um eine aktive Forschungsstätte handelt und der Zutritt möglicherweise eingeschränkt ist.
Testbohrungen aus dem Jahr 2005 enthüllten eine Brandschicht, die auf eine durch Feuer zerstörte Siedlung hindeutet. Diese überraschende Entdeckung ermöglichte es Archäologen, die Bewohner und die Ereignisse ihrer Zeit besser zu verstehen.
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