Auguetbrücke, Holzbrücke über die Aare bei Bern, Schweiz.
Die Auguetbrücke ist eine Holzfußgängerbrücke mit traditioneller Fachwerkstruktur, die die Aare überquert und die Gemeinden Muri bei Bern und Belp verbindet. Das Bauwerk nutzt typische Konstruktionsmethoden, die in der Schweiz für Brücken dieser Art entwickelt wurden.
Die Brücke wurde im Frühjahr 1835 begonnen und im Sommer 1836 als Hunzigenbrücke vollendet; sie ersetzte vier Aarefähren zwischen Thun und Bern, die dem zunehmenden Güterverkehr nicht mehr genügten. Auf drei hölzernen Pfahljochen trug sie die Kantonsstrasse zwischen den Ämtern Konolfingen und Seftigen. Nach 136 Jahren machte eine Betonbrücke beim Anschluss der Nationalstrasse N6 sie überflüssig; 1974 wurde sie rund fünf Kilometer flussabwärts ins Auguet versetzt.
Der Name Auguetbrücke stammt vom Standort Auguet, wohin die Brücke 1974 versetzt wurde; gebaut worden war sie als Hunzigenbrücke in der Hunzigenau. Eine Tafel an der Brücke nennt den Bau 1835, Versetzung und Restaurierung 1973–74, den neuen Namen und die eidgenössische Schutzstellung. Das alte Zollhaus markiert noch den ursprünglichen Standort.
Die Brücke steht rund fünf Kilometer unterhalb des ursprünglichen Übergangs bei Hunzigen, zwischen Muri bei Bern und Belp. Sie ist für Fussgänger und seit Mai 2025 auch für Velofahrer offen und schliesst eine Lücke im kantonalen Velonetz. Schilder an den Pfeilern warnen vor gefährlichen Strömungen und Wirbeln in der Aare.
Das Bauwerk trägt eine Gedenkplakette, die Bau- und Verlegungsdatum sowie seinen Status als geschütztes Kulturgut aufzeichnet. Diese Markierung macht die Geschichte des Umzugs für jeden Besucher sichtbar und nachvollziehbar.
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