Reaktor Lucens, Experimenteller Kernreaktor in Lucens, Schweiz.
Der Reaktor in Lucens war eine unterirdische Forschungsanlage, die in drei separaten Hohlraeumen unter einem Huegel gebaut wurde. Das System nutzte schweres Wasser als Moderator und angereicherte Brennstaebe zur Energieerzeugung mit einer Leistung von etwa 6 MW.
Die Anlage wurde zwischen 1962 und 1967 errichtet und war das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Reaktor AG und mehreren privaten Unternehmen. Sie ging 1968 ans Netz, stellte aber nach weniger als zwei Jahren Betrieb wegen eines Kuehlsystemunfalls ein.
Der Reaktor zeigte das Engagement der Schweiz für unabhängige Kernenergie nach dem Krieg, als Industrie und Forschung neue Technologien erkunden wollten. Das Projekt spiegelte die Hoffnung wider, dass Kernkraft die Zukunft des Landes prägen könnte.
Der Standort liegt in einem Berggebiet und ist nicht fuer oeffentliche Besuche zuganglich, da das Gelaende unter Verschluss bleibt. Die Anlage kann nur aus der Ferne oder durch Foto-Archivmaterial erkundet werden, die ihre historische Bedeutung dokumentieren.
Ein teilweiser Kernschmelzvorfall 1969 fuehrte zu radioaktiver Kontamination, die jedoch in der unterirdischen Struktur enthaelt wurde. Dies machte die Anlage zu einem fruehen Fall, in dem geologische Isolation ein Sicherheitsmerkmal wurde.
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