Venusfigurinen von Monruz, Paläolithische Frauenfigurine in Neuchâtel, Schweiz
Die Venus von Monruz ist eine kleine Schnitzerei aus Jett, die eine vereinfachte weibliche Form zeigt und nur 16 Millimeter groß ist. Das Stück wurde poliert und glattgeschliffen, was seine Verwendung als tragbares Objekt nahelegt.
Das Stück wurde 1991 bei Ausgrabungen an einem Magdalénien-Lagerplatz entdeckt und ist etwa 13.000 Jahre alt. Es stammt aus einer Zeit, als Jäger und Sammler in Europa lebten.
Die Figur gehört zu einer Gruppe von Darstellungen weiblicher Formen, die in der Magdalénien-Zeit verbreitet waren. Solche kleinen Objekte wurden möglicherweise als Anhänger getragen oder als Schmuck verwendet.
Das Objekt ist im Laténium-Museum zu sehen, wo es zusammen mit zwei ähnlichen Figuren aus dem gleichen Fundplatz ausgestellt wird. Die kleine Größe des Stücks ermöglicht eine detaillierte Betrachtung in einer geschützten Umgebung.
Das Material, aus dem die Figur geschnitzt wurde, stammt aus weit entfernten Regionen und zeigt frühe Handelsnetze zwischen Jägergruppen. Diese Verbindungen deuten darauf hin, dass Menschen der Magdalénien-Zeit über große Entfernungen hinweg Objekte austauschten.
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